News 2/2015

EU fördert Ladestationen an deutschen Autobahnen

Entlang der wichtigsten Autobahnen, die die Niederlanden, Dänemark, Schweden und Deutschland verbinden, soll ein offen zugängliches Netz von Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge entstehen. Dafür stellt die EU über 4 Mio. Euro aus dem europäischen Verkehrsförderprogramm Transeuropäische Netze (TEN-T) bereit. Das Vorhaben wurde im Rahmen der jährlichen TEN-T-Aufforderung mithilfe externer Sachverständiger für eine EU-Finanzierung ausgewählt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 8,4 Mio. Euro. Empfänger der Gelder und zuständig für die Umsetzung ist unter anderem die VDE Prüf-und Zertifizierungsinstitut GmbH.

Ein Teil des Vorhabens wird einer Studie zur Interoperabilität, zum Rahmen für eine nachhaltige Infrastruktur und zur Planung des Netzes gewidmet sein. Im Zuge des Pilotvorhabens werden insgesamt 155 Ladestationen entlang der wichtigsten Autobahnen installiert werden: 30 in den Niederlanden, 23 in Dänemark, 35 in Schweden und 67 in Deutschland. Die neue Verkehrsstraße für Elektrofahrzeuge soll dazu beitragen, den Ausbau des Elektrofahrzeugverkehrs in Nordeuropa zu beschleunigen und als vorbildliche Praxis für andere europäische Länder dienen. Der Abschluss des Vorhabens ist für Dezember 2015 vorgesehen.

Firmenwagen-Angebot von Tesla

Gewerbetreibende in Deutschland können das Model S des BEM-Mitgliedsunternehmens Tesla Motors dank einer Kooperation mit Alphabet jetzt im Leasing 15 Prozent günstiger erhalten. Voraussetzung ist die Teilnahme am Förderprogramm “Erneuerbar Mobil” des Bundesumweltministeriums, welches sich zum Ziel gesetzt hat, Elektrofahrzeuge als marktfähige Umweltinnovation im gewerblichen Umfeld zu etablieren. Hierzu werden anonymisierte Daten erhoben, um die Nutzung von elektrischen Fahrzeugen in der Praxis zu untersuchen. Wie das ganze praktisch umgesetzt wird, erklärt Ihnen das Tesla-Team gerne vor Ort. Hier finden Sie die nächste Niederlassung in Ihrer Nähe.

Berlin: Das Auto an der Laterne laden

Elektrofahrzeuge beziehen in Berlin nun Ökostrom direkt aus der Straßenlaterne. Realisiert wird das Ganze vom BEM-Mitgliedsunternehmen Ebee Smart Technologies und von NATURSTROM. Das Startup Ebee mit Sitz in Berlin hat an zwei Laternen im Bezirk Friedenau Ladepunkte installiert, der Ökostromspezialist NATURSTROM liefert dazu sauberen Fahrstrom. Robert Weyrauch, Technik-Vorstand bei Ebee erklärt die Vorteile des Laternen-Ladens: “Das Aufrüsten von Straßenlaternen ist platzsparend und kostengünstig. Laterne und Ladepunkt teilen sich eine elektrische Zuleitung, für die Installation des Ladepunktes muss also nicht extra ein Stromanschluss gelegt werden. Außerdem nimmt der Ladepunkt kaum zusätzlichen Raum auf dem Gehweg ein.”

Hier sieht auch NATURSTROM-Vorstand Oliver Hummel die Pluspunkte der Laternen: “eFahrzeuge werden sich zunächst hauptsächlich in Ballungsräumen und Großstädten verbreiten. Dort gibt es allerdings im Vergleich zum ländlichen Raum weniger Einfamilienhäuser, in deren Garagen die Stromer geladen werden könnten. Umso mehr wird es darauf ankommen, die öffentliche Ladeinfrastruktur mit möglichst geringem Aufwand und zu niedrigen Kosten auszubauen.” Die beiden von Ebee ausgerüsteten Ladelaternen in Friedenau sind in die Roaming-Plattform intercharge eingebunden, die über 2.600 Ladepunkte in Europa miteinander vernetzt. Intercharge-Nutzer können also ganz einfach per RFID-Karte oder via App an den Straßenlaternen laden. “Wir unterstützen damit einerseits alle Industriestandards und machen gleichzeitig die Bedienung in jeder Ladesituation so einfach und unkompliziert wie möglich”, fasst Robert Weyrauch zusammen. “Zusätzlich unterstützt unsere Hardware schon heute den zukünftigen Standard Plug’n'Charge nach der Norm ISO 15118. So kann die Autorisierung in Zukunft das Auto einfach selbst übernehmen.”

Nissan bringt den Leaf zum Leuchten

Das BEM-Mitgliedsunterenehmen Nissan hat jetzt als erster Automobilhersteller eine bei Einbruch der Dunkelheit selbstleuchtende Autolackierung vorgestellt. Die Farbe speichert tagsüber die UV-Strahlung der Sonne und lässt den für das Experiment ausgewählten Nissan Leaf fluoreszierend und in Abhängigkeit zum Umgebungslicht strahlen. Für diese sicherheitsfördernde Technik-Premiere arbeitete Nissan mit dem britischen Erfinder Hamish Scott zusammen. Scott entwickelte nach einer vertraulichen Formel den „STARPATH“ getauften Lack. Er lässt die Außenhaut des Nissans acht bis zehn Stunden lang sanft glimmen, sodass der Leaf zum Beispiel auf dunklen Seitenstraßen oder einem unbeleuchteten Parkplatz leichter auszumachen ist.

Der von Scott testweise auch für einen bei Nacht blau illuminierten Fahrradweg in Cambridge eingesetzte Zauberlack besteht ausschließlich aus organischen Materialien und lässt sich auf allen festen Unterlagen wie Asphalt, Beton oder Holz auftragen. Noch ist ein Einsatz in der Großserie nicht vorgesehen, doch Nissan rechnet im Fall einer Serienfreigabe mit einer Lebensdauer von 25 Jahren. Der jetzt vorgestellte selbstleuchtende Leaf soll vor allem symbolisieren, dass immer mehr EV-Besitzer ihr Auto mit Hilfe von Solarenergie aufladen.

Update der Ladestations-App von EnBW

Das BEM-Mitgliedsunternehmen EnBW hat seiner Ladestations-App mit ortsbasierten Informationen zu über 1.000 Ladepunkten für Elektroautos ein größeres Update verpasst. Die neue Version der App, die für die aktuellen mobilen Betriebssysteme Android und iOS zur Verfügung steht, zeigt nun in Echtzeit die Verfügbarkeit der EnBW-Stationen an. Der Nutzer sieht also genau, ob an der EnBW-Ladestation aktuell ein anderes Elektroauto aufgeladen wird oder ob sie verfügbar ist. Damit erübrigen sich lästige Anfahrten an nicht verfügbaren Stationen.

Wie in den bisherigen App-Versionen werden dem Nutzer auch in der neusten Version zuerst die Ladestationen der EnBW und deren Partner, die sich in unmittelbarerer Nähe des Nutzers befinden, mit folgenden Informationen angezeigt: Adresse, genauer Standort, Betriebszeiten und Betreiber der Ladestation sowie unterstützter Steckertyp – und der Status der Verfügbarkeit der von EnBW-betriebenen Ladestationen. Zugang zu allen in der App aufgeführten Ladestationen (EnBW und Partner-Ladestationen) erhält man mit der Elektronauten-Ladekarte der EnBW, mit der man dann auch bargeldlos den entnommenen Strom bezahlt. Die Ladekarten sind mit einem monatlichen Tarif und in einer Prepaid-Version erhältlich.

Einfach und bequem laden

Mit der neuen NFC-Zugangslösung des BEM-Mitgliedsunternehmens Hubject können Ladestationen unterschiedlicher Ladestationsbetreiber im intercharge-Netzwerk nun komfortabel und kontaktlos über ein NFC-fähiges Smartphone freigeschaltet werden. Die Nutzung eines QR-Code-Scanners oder das Freischalten mittels RFID-Karte entfällt bei dieser Zugangsmethode. Unter Berücksichtigung höchster Sicherheitsstandards ermöglicht NFC Elektroautofahrern somit einen einfachen und kundenfreundlichen Zugang zu Ladestationen in ganz Europa. Ladestationsbetreiber im intercharge-Netzwerk können dieses neue Angebot ab sofort in ihre Ladeinfrastruktur implementieren. Neben dem Zugang via QR-Code, RFID-Karte und Plug&Charge wird Elektroautofahrern so eine weitere Zugangsvariante zum intercharge-Netzwerk geboten.

Elektroautofahrer können ihren Ladevorgang nun auch per Kreditkarte bezahlen. Zahlungen sind ab sofort mit Kreditkarten von MasterCard, VISA Card oder American Express möglich und erfüllen die Anforderungen der weltweit geltenden PCI-Standards (Payment Card Industry Data Security Standard). Bereits seit Herbst 2014 ist die Bezahlung an intercharge direct-fähigen Ladestationen mit PayPal möglich. Zahlreiche europäische Ladestationsbetreiber haben sich seitdem für intercharge direct, das Zusatzmodul zum eRoaming, entschieden.

NEUE MOBILITÄT erscheint zur Hannover Messe

Zum Jahresanfang sind Sie sicherlich bereits bei der Planung Ihrer Kommunikationsstrategien für das Jahr 2015 – dabei sollte die NEUE MOBILITÄT, als zuverlässige Informationsquelle rund um die Themen Elektromobilität, Erneuerbare Energien und smarte Technologie, eine wesentliche Rolle spielen.

Die nächste Print-Ausgabe der NEUEN MOBILITÄT erscheint am 26. März 2015 pünktlich zur Hannover Messe. Nutzen Sie die Möglichkeiten einer erfolgreichen Unternehmensdarstellung und präsentieren Sie Ihre Ideen und Projekte in dem Leitmedium der eMobilitäts-Branche. Lassen Sie uns Ihr Engagement gemeinsam in den Mittelpunkt rücken und damit die Geschichten erzählen, auf denen der Erfolg der gesamten Branche basiert. Einen Überblick über alle geplanten Themenschwerpunkte der nächsten drei Ausgaben finden Sie hier. Bei Fragen rund um die NEUE MOBILITÄT stehen Ihnen Sandrine Frideres (Leiterin der Anzeigenredaktion, ) und Florian Hempel (Marketing & Sales, ) jederzeit gerne zur Verfügung.

Forscher der TH Deggendorf entwickeln Reichweiten-App

Forscher der Projektgruppe E-WALD der Technischen Hochschule Deggendorf haben am 19. Februar 2015 das Optimierte Reichweitenmodell (ORM) für Elektrofahrzeuge vorgestellt. Über eine speziell entwickelte App erhalten Nutzer von Elektrofahrzeugen künftig deutlich genauere Daten zur maximalen Reichweite ihres Fahrzeugs. Vor allem bei Erstnutzern von Elektrofahrzeugen ist die Verunsicherung oft groß. Bei vielen Elektrofahrzeugen unterschiedlicher Hersteller wird ihnen beim Fahrzeugstart zwar eine maximale Reichweite angezeigt, die aber von den Systemen bereits nach wenigen Fahrminuten beträchtlich nach unten korrigiert wird. Häufig müssen sie feststellen, dass das ursprünglich angepeilte Ziel nun doch nicht mit einer Batterieladung erreichbar ist. Der Grund liegt darin, dass bei marktüblichen Elektroautos nur der Energieverbrauch der letzten zurückgelegten Kilometer in die Reichweitenberechnung einfließt.

Mit dem ORM haben die Forscher ein System entwickelt, das vorausschauend arbeitet und die Reichweite eines Elektrofahrzeugs auf den Kilometer genau berechnen kann. Als Basis für das ORM-System wurde die „InCar App“ entwickelt, die auf einem Tablet im eAuto läuft. Die Bildschirmdarstellung gleicht der von Navigationsgeräten. Neben der Restreichweite werden die verfügbaren Ladesäulen und touristische Ziele im Aktionsradius angezeigt. Die Berechnung der Reichweite ist deshalb so genau möglich, weil deutlich größere Datenmengen in das empirischen Modell einfließen. So werden sowohl Geoinformationsdaten wie Topographie und Straßennetz, als auch Fahrzeugdaten wie der aktuelle Ladezustand der Batterie, die Außentemperatur und das Fahrverhalten des Fahrers berücksichtigt. Neben der exakten Anzeige der Reichweite hat das Modell einen weiteren großen Vorteil. Es wurde herstellerunabhängig entwickelt und könnte noch in diesem Jahr serienmäßig in ersten eFahrzeugmodellen eingesetzt werden.

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Die Besucher können die Facetten der eMobilität hautnah erleben, Fahrzeuge und Technik ausprobieren und gegebenenfalls auch mieten oder erwerben.
Abgebildet werden von den Ausstellern die Themen „Fahrzeugentwicklung“, „Aufbau einer Infrastruktur“ und „Erprobung neuer Geschäftsmodelle“.

in partnerschaft mit:

eine initiative der:

mit unterstützung von:

eMobilitätszentrum
am Ostring
Heinrich-Wittmann-Str. 23
76131 Karlsruhe

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Mi + Do 10:00 – 20:00 Uhr
Sa 10:00 – 14:00 Uhr

Eintritt frei